| Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Sprache und
Literatur
1. Schreiben und
Drucken
2. Buchtypen und
Literaturgattungen
II. Kunst und
Musik
1. Bildende
Kunst
2. Darstellende
Kunst
3. Musik und
Musikinstrumente
III. Essen und
Trinken
1.
Ernährung, Küche und Kochen
2.
Nahrungsmittel und Getränke
3. Rezepte und
Spezialitäten
4. Alkoholische
Getränke
IV. Staat und
Gesellschaft
1.
Regierungsformen
2. Staatliche
Programme und Einrichtungen
3. Soziale
Ordnung
4.
Gesellschaftliche Phänomene
V. Stadt und Land
1. Städte
und Gemeinden
2. Bauwerke und
Konstruktionen
3. Landkarten
und Stadtpläne
VI. Krieg und
Zerstörung
1. Methoden und
Mittel der Zerstörung
2. Waffen und
Waffentechnik
3. Krieg zu
Wasser und in der Luft
VII. Philosophie
und Religion
1.
Philosophische Schulen
2.
Moralphilosophische Thesen und Begriffe
3.
Gesellschaftspolitische Vorstellungen
4.
Naturphilosophie und Erkenntnistheorie
5. Religionen
6. Weitere
Vorstellungen vom Göttlichen
7.
Glaubenssätze und Aberglauben
VIII.
Wissenschaft und Technik
1. Mathematik
und Physik
2. Astronomie
3.
Geowissenschaften
4. Chemie
5. Biologie
6. Medizin
7.
Landwirtschaft
8. Industrielle
Produktionsverfahren und
Produkte
9.
Energietechnik und Motoren
10. Instrumente
und Apparate
11.
Kommunikationstechnik
IX. Reise und
Verkehr
1. Schiffe und
Schiffahrt
2. Transport und
Verkehr zu Land
3. Luft- und
Raumfahrt
4.
Forschungsreisen und Entdeckungen
X. Sport und
Freizeit
1.
Wettkampfsport
2. Freizeitsport
3. Spiele und
Spielzeuge
4. Unterhaltung
XI. Schönes
und Nützliches
1. Haus und
Einrichtung
2.
Haushaltsgegenstände und technische
Geräte
3.
Nützliche Produkte
4. Materialien
5. Für den
persönlichen Bedarf
XII. Geld und
Recht
1. Gesetzgebung
und Gesetze
2. Verbrechen
und Strafe
3. Handelsrecht
4. Banken und
Versicherungen
Anhang
Chronologie der
ersten Male
Berühmte
erste Male – eine Liste der
populären Irrtümer
Sachverzeichnis
Zum Autor
Matthew Richardson
(1958) ist im austra-
lischen
Canberra aufgewachsen. An der Universität von Canberra studierte
er Jura, Geschichte, Philosophie, Literatur und Chinesisch.
Nachdem er einige
Jahre als Rechtsanwalt gearbeitet
hatte, wechselte er ins Verlags-
wesen. Als Lektor, Herausgeber und Beiträger
wirkte er an vielen Büchern zu historischen, kulturellen und
praktischen
Themen mit. Das populäre Lexikon der ersten Male ist sein
erstes
ganz eigenes Buch.
Matthew Richardson
lebt mit seiner Frau und
den drei Söhnen in den Blue Mountains, einem Gebirgszug im
Hinterland
von Sydney.
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Textauszüge
Science-fiction-Roman
In seinen Wahren Geschichten beschreibt Lukian (etwa 115-195
n. Chr.), der in Samosata (heute Samsat in der Türkei) geboren
wurde,
seine Abenteuer im Weltall und auf unbekannten Ozeanen, eine
siebentägige
Reise zum Mond eingeschlossen. Allen neuzeitlichen Behauptungen zum
Trotz,
Englisch sei schon immer die Verkehrssprache im All gewesen, stellten
Lukian
und seine Gefährten überrascht fest, daß man allerorts
griechisch sprach.
Granny-Smith-Äpfel
Es war ungefähr im Jahre 1860, als Maria Smith (gest. 1870) in
Eastwood (heute ein Vorort von Sydney) den Inhalt einer Holzsteige
neben
dem Bach, der durch ihr kleines Anwesen floß, auskippte. Darunter
muß auch ein fauler Apfel gewesen sein, denn aus einem seiner
Kerne
entstand dort ein neuer Baum. Dieser trug eine neuartige Apfelsorte:
sie
war grasgrün, wenn sie reif war, schmeckte süß, eignete
sich hervorragend zum Kochen und ließ sich unendlich lange ohne
Kühlung
lagern. Dieser merkwürdige Baum, dessen Existenz offiziell im
Jahre
1868 dokumentiert wurde, ist der Vorfahr aller anderen
Granny-Smith-Apfelbäume
rund um den Globus.
Trinkbuch
Kleopatras Liebhaber Marc Anton war der erste einer ganzen Reihe
leidenschaftlicher
Trinker, die die Freuden des Suffs in einem Buch ausbreiteten. Marc
Anton,
der berühmte Verlierer der Schlacht von Actium (31 v. Chr.),
ließ
sich über seine Trinkfestigkeit in einem Buch aus, das nicht mehr
existiert. Wir wissen davon aus den Schriften seines Zeitgenossen
Plinius,
der klagte: "Es war kurz vor der Schlacht von Actium, daß er
dieses
Werk auskotzte." (Historia naturalis, deutsch: Naturkunde,)
Kommunismus
Der erste aktenkundige Kommunist war der griechische Philosoph
Iambulos,
der um 300 v. Chr. wirkte. Er erklärte seine Prinzipien anhand
eines
fiktiven kommunistischen Utopia, eines "Sonnenstaates", den er auf eine
Insel im Indischen Ozean verlegte. Die Bewohner des Sonnenstaates waren
in Gemeinden oder "Systeme" aufgeteilt, die jeweils für das
soziale
und ökonomische Wohlergehen ihrer Mitglieder verantwortlich waren.
Die Gesellschaft, von der Iambulos träumte, war absolut klassenlos
und gründete sich auf die neuartige Vorstellung vollkommener
Gleichheit.
Jedes Mitglied der Gemeinschaft sollte seine Arbeitskraft einbringen,
von
allem seinen gerechten Anteil erhalten und dafür die Aufgaben
sowohl
eines Untertanen als auch die des Herrschers übernehmen.
Wohlstand,
Konkurrenzkampf, akademisches Lernen und Klassenkampf sollten
abgeschafft
und durch Harmonie ersetzt werden. 132 v. Chr. versuchte Aristonikos
von
Pergamon, ein solches Regime zu errichten, und zettelte die erste
kommunistische
Revolution an.
Der Mensch stammt
vom Affen ab
Evolution des heutigen Menschen
Der große islamische Wissenschaftler Abu Rayhan Muhammad Ibn
Ahmad al-Biruni aus Choresm (973-1048 n. Chr.) zog den Schluß,
daß
die Menschen über ihre Vorfahren mit anderen Primaten verwandt
sind.
In seinem Buch Kitab al-jamahir erklärt er, daß die
Gattung
Mensch in einer Linie von sich immer höher entwickelnden
Säugetieren
abstamme, von denen uns die Primaten am nächsten stünden. Die
Auffassung, daß es eine fortlaufende Entwicklung vom Urmenschen
bis
zum heutigen modernen Menschen (den wir Homo sapiens sapiens
nennen)
gegeben habe, wurde jedoch schon früher in China in einer Sammlung
wissenschaftlicher und philosophischer Schriften, dem Huai Nan Zi,
vertreten, die während der Han-Dynastie von Liu An (2. Jahrhundert
v. Chr.) veröffentlicht wurde. Diesem Werk zufolge hat sich die
Menschheit
über fünf Spezies entwickelt, von dem rätselhaften
"Kaminmenschen"
bis hin zum heutigen "normalen Menschen".
Empfängnisverhütung
Glaubt man dem "Papyrus von Kahun", einem der ältesten
ägyptischen
Medizintexte, dann können Frauen, die an entsprechender Stelle
eine
Kugel aus Krokodildung und auyt-Salbe plazieren,
Geschlechtsverkehr
haben, ohne eine Schwangerschaft zu riskieren. Die Rezeptur für
diese
Vaginaleinlage ist etwa 4'000 Jahre alt, und vermutlich hat das
älteste
bekannte Verhütungsmittel der Welt sogar funktioniert
(nämlich
so ähnlich wie ein Diaphragma) und nicht nur auf das "Prinzip
Hoffnung"
gebaut. Es gibt noch einige weitere ägyptische Rezepte für
Kontrazeptiva,
manche davon aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.
Computer
Der älteste Rechner, von dem wir wissen, wurde vermutlich um 87
v. Chr. auf der griechischen Insel Rhodos gebaut. Er befand sich im
Wrack
eines kleinen Schiffes, das um 80 v. Chr. vor Griechenland sank.
Gemessen
am heutigen Standard dürfte seine Leistungsfähigkeit gering
gewesen
sein, doch der kleine, von Hand betriebene Apparat war
ausgeklügelt
und mit hoher Präzision gefertigt. Er diente dazu, die
zeitaufwendigen
astronomischen Berechnungen zu automatisieren. In einem Kasten von
ungefähr
30 x 15 x 5 Zentimetern befanden sich drei Zifferblätter, und in
jedes
war ein weiteres kleines Zifferblatt eingelassen, vergleichbar der
Sekundenanzeige
in einer modernen Uhr. Einige Zifferblätter besaßen
außerdem
verstellbare kalibrierte Ringe, die zum Teil dazu dienten, den Apparat
vom griechischen auf den ägyptischen Kalender umzustellen. Wegen
der
Beschädigungen ist es unmöglich, die genaue Funktionsweise zu
rekonstruieren, und auch die Bedienungsanleitung an der Tür
läßt
sich nicht mehr entziffern. Genauere Untersuchungen brachten 31
Zahnräder
und eine Antriebswelle zum Vorschein, doch das Raffinierteste an der
Konstruktion
ist ein drehbarer Tisch, der vom ältesten Differentialgetriebe der
Welt bewegt wird. Rhodos, wo zu dieser Zeit Posidonius seine Schule
hatte,
war ein Zentrum für astronomische Studien, und Rechner, wie der
aus
dem Schiffswrack, könnten hier etwa 100 v. Chr. erfunden worden
sein.
Röntgenstrahlen
Die später nach ihm benannten Strahlen entdeckte Professor Wilhelm
Röntgen am 8. November 1895 in einem nur wenige Minuten dauernden
Versuch. Röntgen arbeitete in Würzburg in einem abgedunkelten
Labor mit Kathodenstrahlen, als er bemerkte, daß ein Stück
Karton,
das in einiger Entfernung von der Röhre stand, grün
aufleuchtete.
Der Karton war zwar mit einer lumineszierenden Beschichtung versehen,
doch
es gab keine Lichtquelle, die sie hätte anregen können.
Röntgen
hielt seine Hand in den Strahlengang der Röhre und sah die
Schatten
seiner Knochen auf dem Karton. Die Strahlen, die seine Hand
durchdrungen
hatten, nannte er "X-Strahlen", da er nicht wußte, wie sie
hießen.
Das wußte auch sonst niemand, aber Anwendungen fand man sehr
schnell
für sie. Bereits wenige Wochen später wurden sie in Wien
für
die "klinische Photographie" eingesetzt, die erste Anwendung in der
Diagnostik.
Der erste australische Patient, dessen Fraktur geröntgt wurde, war
ein Schuljunge aus Adelaide. Er hieß William Lawrence Bragg
(1890-1971).
Röntgenstrukturanalyse
Die Röntgenaufnahme machte Williams Vater, der in England geborene
Physiker William Henry Bragg (1862-1942), der zu dieser Zeit in der
"X-Strahlen"-Forschung
arbeitete. 1908 reisten Vater und Sohn nach England. Anfang des Jahres
1913 gelang es Vater Bragg, die Beugung der Strahlen in einer
Ionisationskammer
zu bestimmen. Damit war der Grundstein für die
Röntgenspektrometrie
gelegt. Sein Sohn schloß sich ihm an, und zusammen benutzten sie
die neue Methode, um Kristallstrukturen zu untersuchen. Ihre
unermüdliche
Arbeit im Laufe des Jahres 1913 schuf einen ganz neuen
Wissenschaftszweig,
die Röntgenstrukturanalyse. Und schon 1915 erhielten sie – als
erstes
Vater-und-Sohn-Team – gemeinsam den Nobelpreis für Physik.
Pneumatische
Aufhängung
Der brillante Pionier der Dampflokomotive, der Engländer George
Stephenson (1781-1848), erfand die pneumatische Aufhängung, um
damit
Entgleisungen zu verhindern. 1816 konstruierte er eine Maschine mit
Achslagern,
die sich in Führungen auf und nieder bewegen konnten. Von den
Achsen
liefen Kolben in Zylinder, die unter dem Kessel montiert waren. Dampf
aus
dem Kessel drückte in die Zylinder und hielt so die Räder auf
den Schienen. Stephenson baute zwischen 1816 und 1822 mehrere Maschinen
dieses Typs für den Einsatz in Kohlebergwerken.
Hockey
Die Griechen spielten bereits zu Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Hockey. Sie verwendeten Schläger, die am unteren Ende
gekrümmt
waren, und hielten sich an Regeln, so daß das Spiel wohl kein
primitives
Jeder-gegen-Jeden war, sondern Geschick und Spielverständnis
erforderte.
Ein Fries in einer Athener Hauswand aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist
das einzige Zeugnis, das wir von dieser Sportart haben. Es zeigt zwei
Spieler
beim Bully, während die anderen abwartend zusehen.
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