Nathan Myhrvold,
Chris Young, Maxime Bilet
Modernist Cuisine:
Die Revolution der Kochkunst
Taschen
erscheint voraussichtlich
12/2011
[Mitübersetzerin, Bd. 3, S. 5-43]
ISBN 978-3-8365-3256-3
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Peter Goodfellow
Gefiederte Architekten
Die Kunst des Nestbaus im Vogelreich
Haupt 2011
ISBN 978-3-258-07671-3
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Auszug aus dem Vorwort
von Professor Mike Hansell
Wir Menschen sind großartige Baumeister, deshalb bewundern wir
andere Tiere, die bauen. Unter den Wirbeltieren stellen die Vögel
die meisten, durchweg hervorragenden Baumeister. Dass es die Vögel
sind, überrascht. Warum nicht unsere nächsten lebenden
Verwandten, die Säugetiere? Offen gestanden, fallen mir spontan
unzählige Beispiele für schön gebaute, ja sogar
raffinierte Vogelnester ein, aber kaum eines für vergleichbare
Bauten von Säugern.
Die beeindruckende Qualität des Nestbaus ist noch aus einem
zweiten Grund erstaunlich: Vögel verwenden meist relativ wenig
Zeit darauf. Nester dienen hauptsächlich der Aufbewahrung von
Eiern. Viele bieten auch den heranwachsenden Jungen Schutz, aber nur
selten werden Nester außerhalb der Brutzeit zum Schlafen
aufgesucht. Das heißt, in den meisten Fällen wird das Nest
nur ein paar Wochen benutzt. Sogar die schönsten Nester kommen nur
kurze Zeit zum Einsatz.
Die dritte Überraschung beim Nestbau sind die Techniken der
Vögel. Ein Vogel hat eigentlich nur den Schnabel als
Arbeitsmittel. Auch nur ein einfaches Nest mit nichts anderem als dem
Schnabel zu bauen, ist ein bisschen so wie mit einer Hand auf dem
Rücken ein Brötchen schmieren zu wollen. Doch Vögel
haben sehr biegsame Hälse und sehen gut; der Schnabel muss die
Arbeit also nicht ganz alleine tun. Bei manchen Arten sind die
Füße wichtig zum Kratzen oder zum Festhalten von
Nistmaterial. Womit man vielleicht nicht unbedingt rechnet: die
Rundungen von Bauch oder Brust werden oft eingesetzt, um das Nestinnere
auszuformen. Mit dieser einfachen Ausrüstung gelingt es
Vögeln, Nester zu bauen, die häufig komplex und oft
schön sind.
(Copyright
Haupt 2011)
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Jane Croft
Minischweine. Eine Liebeserklärung
BLV 2011
ISBN 978-3-8354-0830-2
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Auszug (S. 10f. )
... ein Jahr später kaufte ich mein erstes Minischwein. Ich taufte
es Hope und nahm es mit nach Hause.
Meine Mutter war alles andere als begeistert, denn sie hielt Schweine
für schmutzige, chaotische Geschöpfe. Doch sie wurde schnell
eines Besseren belehrt. Hope erwies sich als äußerst
reinlich und liebenswürdig und schloss sofort Freundschaft mit
meinem Hund Daisy. Die beiden wurden unzertrennlich und schliefen
nachts zusammen in einem Korb unter der Treppe. Ganz ehrlich: Nachdem
ich den Kühlschrank mit einer Kindersicherung ausgestattet hatte,
um Plünderungen zu verhindern, gestaltete sich das Zusammenleben
mit meinem Hausschweinchen für uns alle sehr harmonisch. Der
gelungene Einstand bekräftigte meinen Entschluss, diese
wunderbaren Wesen zu züchten. Ich wollte auch andere an der Freude
teilhaben lassen, die die Haltung eines Minischweins bereitet.
[...] Im Oktober 2009 kam der erste Wurf zur Welt. Ein Reporter der
Lokalzeitung schaute vorbei und machte ein paar Fotos – der Artikel
landete auf der Titelseite. Eine Woche später waren meine
Schweinchen Thema in allen englischen Zeitungen. Sie schafften es in
die Nachrichtensendung News at Ten
von BBC1 und via Satellitenverbindung sogar in die Today Show von NBC in New York.
Journalisten rannten mir die Türe ein, ich wurde von Anfragen von
Radio- und Fernsehsendern regelrecht überrollt.
Da merkte ich, dass mein Bauchgefühl mich nicht getrogen hatte:
Zwergschweine rührten an die Herzen der Menschen. Ich war mir ganz
sicher, dass andere, genau wie ich, ihrem umwerfenden Charme erliegen
würden. Allerdings hatte ich weder geplant noch erwartet, dass
meine „Little Pig Farm“, wie ich sie genannt hatte, praktisch über
Nacht weltweit bekannt würde.
(Copyright
BLV 2011)
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Alain Francois
Abnorme Rehböcke
Bizarre Gehörne und ihre Ursache
BLV 2011
ISBN 978-3-8354-0806-7
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Auszug (S. 96)
Anomalien
aufgrund von Infektionen oder Vergiftungen
Die Infektionen können lokal oder generalisiert sein oder sich im
Geweih abspielen.
Eine Vergiftung lässt sich nur mit einem toxikologischen Gutachten
nachweisen und ist meist auf eine bestimmte geografische Region
beschränkt.
Aktinomykose
Diese Infektionskrankheit ist den meisten Jägern von Rehwild
bekannt: Sie tritt im Unterkiefer der Tiere auf (1).
Der Krankheitserreger heißt
Actinomyces bovis und gehört zu den Strahlenpilzen (Actinomycetes). Der deutsche Name
ist irreführend, denn in Wirklichkeit handelt es sich nicht um
einen Pilz, sondern um ein Bakterium. Man findet diese Bakterien
häufig als Kommensalen („Mitesser“) in der Speiseröhre oder
in den oberen Luftwegen verschiedener Tierarten.
Meistens sind sie nicht pathogen und werden von ihren Wirten
hervorragend vertragen.
Wenn es zu einer Verletzung des Zahnfleischs oder zu Zahnproblemen
kommt, können sie jedoch zu Pathogenen werden. Sie dringen in den
Kiefer ein, der darauf mit der unkontrollierten Produktion von
Knochengewebe reagiert.
Die entstehende Schwellung ist schwammartig gekammert und erinnert
(entfernt) an Bimsstein. Die winzigen Hohlräume sind mit einer
dicken gelblichen Flüssigkeit gefüllt (2).
Das Rehwild wird mehr und mehr beim Kauen und Fressen behindert,
das Wildpret nimmt jedoch keinen Schaden und kann problemlos verzehrt
werden.
Wie die Infektion an andere Orte im Schädel kommt, ist unbekannt.
Am wahrscheinlichsten ist der Weg über das Blut.
(Copyright
BLV 2011)
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Frédéric Delavier, Michael Gundill
Das Muskel-Guide Programm
BLV 2010
ISBN 978-3-8354-0659-9
(Übers. zusammen mit Ulla Schuler)
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Auszug (S. 108):
Untergrätenmuskel
Die
Funktion
Der
Untergrätenmuskel ist einer der vier Muskeln, die die
Rotatorenmanschette bilden. Diese vier Muskel (Unter- und
Obergrätenmuskel, kleiner runder Armmuskel und
Unterschulterblattmuskel) setzen am Schultergelenk an, um den
Gelenkkopf an seinem Platz zu halten. Sobald man die Schulter bewegt,
„versucht“ der Gelenkkopf, aus der Gelenkpfanne zu springen.
Die
Muskeln der Rotatorenmanschette werden bei fast allen Kraftübungen
für den Oberkörper einem Härtetest unterzogen. Dasselbe
gilt für Sportarten, bei denen es auf die Arme ankommt, wie
Schwimmen oder Wurfsportarten.
Extreme
Beanspruchung führt leicht zu Verletzungen dieser die Schulter
stabilisierenden Muskeln. Verletzungen der Rotatorenmanschette sind
auch deshalb so häufig, weil es sich um relativ kleine Muskeln
handelt. Von den vier Muskeln wird der Untergrätenmuskel am
stärksten beansprucht, gleichzeitig ist er der verletzlichste.
Deshalb sollte man ihn mit einem speziellen Trainingsprogramm
kräftigen. Es gibt zwei
Trainingsmöglichkeiten:
1. Beim Aufwärmen. Alle
Trainingseinheiten für den Oberkörper beginnen mit 2 bis 3
leichten Serien für den Untergrätenmuskel. Das Aufwärmen
sorgt dafür, dass er nicht mehr ganz kalt ist, wenn es an die
schwereren Übungen geht. Das regelmäßige Training
führt mit der Zeit außerdem zu einer grundlegenden
Kräftigung, die Verletzungen vorbeugt.
2. Am Ende der Trainingseinheit.
Falls das Aufwärmtraining nicht ausreicht oder wenn Sie das
Gefühl haben, dass Ihre Schulter instabil ist, sollten Sie ein
intensiveres Training ins Auge fassen. Häufig bemerkt man erst,
wenn die Schulter schon schmerzt, dass der Untergrätenmuskel ein
Extratraining bräuchte. In diesem Fall schließen Sie
Ihre Trainingseinheiten für die Oberkörpermuskulatur mit 3
bis 5 Serien für den Untergrätenmuskel ab. Die
Aufwärmübungen für den Untergrätenmuskel lassen Sie
aber nicht weg.
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Wolf Singer, Matthieu Ricard
Hirnforschung und Meditation.
Ein Dialog
Suhrkamp (edition unseld) 2008
ISBN 978-3-518-26004-3
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Auszug
(S. 80):
WS: Somit hat
die Meditation zwei Effekte: Zum einen lernt man seine
Aufmerksamkeitsmechanismen zu vervollkommnen und die Fähigkeit zu
verbessern, die Aufmerksamkeit unter willentlicher Kontrolle an Inhalte
zu binden und sie auch rasch wieder zu lösen –
MR: – und sich mit
bestimmten Dingen nicht zu beschäftigen, wenn
man nicht will –
WS: – und wenn diese
Fertigkeit schließlich hinreichend trainiert
wurde, läßt sich das Fenster der Aufmerksamkeit willentlich
öffnen und schließen, weiten oder verengen. Zum anderen
lernt man, seine Aufmerksamkeit auf innere Prozesse zu lenken, sich
dadurch mit ihnen vertraut zu machen und sie ins Bewußtsein zu
heben. Es scheint sich also um einen zweistufigen Prozeß zu
handeln. Zunächst werden die Aufmerksamkeitsmechanismen
kultiviert, und dann wird diese Erfahrung genutzt, um innere
Zustände zu erforschen und eine bessere Kontrolle über sie zu
erlangen.
MR: Das ist richtig.
Zuerst lernt man auf die innere Welt zu achten, zu
unterscheiden zwischen den Emotionen und Geisteszuständen, die zu
Leid führen, und solchen, die das echte Glück wachsen lassen.
Danach übt man sich in verschiedenen Fertigkeiten wie
Aufmerksamkeit und emotionalem Gleichgewicht. Und zuletzt lernt man das
Verweilen im reinen Gewahrsein. Dabei versucht man stets, so etwas wie
ein Meta-Bewußtsein aufrechtzuerhalten, das überprüft,
ob man nun abgelenkt ist oder nicht, ob man sich an seinen Erfahrungen
festhält oder nicht.
(Copyright
Suhrkamp 2010)
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Ernst
Mayr
Konzepte der Biologie
S. Hirzel Verlag 2005
ISBN 3-7776-1372-X
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Auszug (S. 96 f.):
Gradualismus
versus Saltationismus
Darwins dritte Theorie besagt, dass sich der evolutionäre Wandel
stets
schrittweise, d. h. allmählich, und nie in Sprüngen
vollzieht.
Man wird weder die Hartnäckigkeit verstehen können, mit der
Darwin
auf der graduellen Evolution beharrte, noch den heftigen Widerstand
gegen
seine Theorie, wenn man sich nicht klar macht, dass zu jener Zeit
praktisch
jeder dem Essentialismus anhing. Neue Arten, die ja durch Fossilfunde
belegt
waren, konnten demnach nur aus neuen Ur-Sprüngen heraus entstehen,
also
durch Saltation. Weil die neuen Arten jedoch perfekt angepasst waren
und
es keine Hinweise auf häufiges Vorkommen schlecht angepasster
Arten
gab, sah Darwin nur zwei Alternativen: Entweder mussten diese
vollkommen
neuen Arten von einem allmächtigen und allwissenden Schöpfer
eigens
geschaffen worden sein oder – wenn man ohne übernatürliche
Kräfte
auskommen wollte – sie hatten sich in einem langsamen Prozess
schrittweise
aus einer früheren Art entwickelt und dabei in jedem Stadium ihre
Anpassung
aufrechterhalten. Darwin entschied sich für die zweite Alternative.
Die Gradualismus-Theorie bedeutete eine drastische Abkehr von der
Tradition.
Theorien, die die Entstehung neuer Arten mit Saltationen
erklärten,
hatte es seit den Vorsokratikern bis hin zu Maupertuis und den
Progressionisten
unter den Anhängern der Katastrophentheorie gegeben. Diese
saltationistischen
Theorien waren mit dem Essentialismus vereinbar.
Darwins völlig auf Gradualität aufbauende Evolutionstheorie –
nicht
nur neue Arten, sondern auch höhere Taxa entstehen durch
allmählichen
Wandel – rief sofort heftigen Widerstand hervor. Sogar seine engsten
Freunde
waren unglücklich darüber. Einen Tag vor dem Erscheinen des Origin
schrieb T. H. Huxley an Darwin: „Indem du natura non facit saltum
so vorbehaltlos übernimmst, lädst du dir eine unnötige
Schwierigkeit
auf ...“ (Darwin, F. 1887:2, 27) Obwohl ihn Huxley, Galton,
Kölliker
und andere Zeitgenossen bedrängten, beharrte Darwin
hartnäckig
auf der Gradualität der Evolution, dabei war er sich des
revolutionären
Charakters seines Konzepts voll und ganz bewusst. Fast jeder, der
irgendwann
über die Veränderungen in der organismischen Welt nachgedacht
hatte
– mit Ausnahme von Lamarck und Geoffroy Saint-Hilaire –, war
Essentialist
gewesen und hatte zu Saltationen Zuflucht genommen.
Warum Darwin so fest an den Gradualismus glaubte ist nicht ganz klar;
diese
Frage wurde bislang nicht angemessen untersucht.
Höchstwahrscheinlich
stellt der Gradualismus eine Erweiterung von Lyells Uniformitarismus
von
der Geologie auf die organismische Welt dar. Seine Arbeit mit
Haustierrassen,
insbesondere die mit Tauben, und seine Gespräche mit
Tierzüchtern
zeigten ihm, wie frappierend verschieden die Endprodukte einer
langsamen,
schrittweisen Auslese sein konnten. Das passte gut zu seinen
Beobachtungen
an Spottdrosseln und Schildkröten auf den Galapagos-Inseln, die
sich
am besten als Folge eines allmählichen Wandels erklären
ließen.
(Copyright
S. Hirzel Verlag
2005)
|
Reader's Digest
Das Neueste aus der Medizin 2005
Verlag Das Beste 2005
ISBN 3-89915-245-X
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Auszug (S. 136):
Brustkrebs
- Risikoanalyse per Biochip
Alljährlich erkranken in Deutschland, Österreich und der
Schweiz
rund 54 000 Frauen an Brustkrebs. Bei 30-50 Prozent kommt es nach der
Tumorentfernung
zu einem Rückfall. Da sich bisher nicht vorhersagen ließ,
welche
Frauen Metastasen entwickeln würden, behandelte man die meisten
vorsorglich
mit Strahlen- oder Chemotherapie. Das heißt, dass auch viele, die
durch
die Operation allein geheilt gewesen wären, die weitere Therapie
und
ihre Nebenwirkungen ertragen mussten.
Fortschritt durch Biotechnologie. Auf dem Kongress der
europäischen
Krebsforscher in Wien und auf der Medizin-Messe MEDICA in
Düsseldorf
wurden im November 2004 viel versprechende Instrumente vorgestellt, die
helfen
könnten, Übertherapie zu vermeiden bzw. die individuell
richtige
Behandlung zu ermitteln: Biochips oder Microarrays genannte
Speziallabore
im Miniaturformat, mit denen man die genetischen Eigenschaften von
Tumorgewebe
analysieren kann.
So funktioniert es. Tumorzellen unterscheiden sich nicht nur vom
gesunden
Gewebe, es gibt auch verschiedene Brustkrebstypen. Bei diesen sind auf
der
molekularen Ebene sind jeweils unterschiedliche Gene aktiv. Auf den
daumennagelgroßen
Biochips befinden sich genau definierte DNA-Abschnittel. Werden Proben
von
Tumorgewebe darauf gegeben, in denen passende Gegenstücke
enthalten
sind, entstehen fluoreszierende Verbindungen, die unter UV-Licht
sichtbar
werden. Das Verteilungsmuster der Leuchtpunkte erlaubt dann
Rückschlüsse
auf Art und Zustand des Tumors.
Der DualChip human breast cancer der Hamburger Firma Eppendorf z. B.
enthält
über 200 Gene zur Typisierung von Brustkrebstumoren. Seine
Zuverlässigkeit
im Vergleich zu normalen Laboruntersuchungen wird derzeit in einer
Studie
getestet. Auch eine Rotterdamer Forschergruppe überprüft eine
Auswahl
von 76 Genen mit dem Genchip eines amerikanischen Herstellers in einer
größeren
Studie. Sollten sich die Ergebnisse von Vorstudien bestätigen,
dann
könnte man bei etwa 30-40 Prozent der Patientinnen mit Brustkrebs,
deren
Lymphknoten jedoch noch nicht von der Krankheit befallen sind, guten
Gewissens
auf eine Chemotherapie verzichten, meint Dr. med. Jan Klijn, der Leiter
des
Teams.
(Copyright Verlag Das Beste 2005)
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Rosenn
Le Page, Denis Retournand
ABC der Gartenblumen
Richtig säen, pikieren, pflanzen und pflegen
Gondrom 2005
ISBN3-8112-2466-2
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Textbeispiel (S. 166f.):
Ranunkel (Ranunculus asiaticus)
Die Ranukel
möchte
wenigstens den halben Tag lang Sonne haben. Sie bevorzugt
durchlässige
nährstoffreiche Kalkböden. Zum Pflanzen in Töpfe sollten
Sie
ein leicht saures, durchlässiges Substrat verwenden. Ranunkeln
sind
nicht frosthart und können nur in milden Gegenden im Freien
überwintert
werden.
Kulturanleitung
Pflanzen
Ranunkeln pflanzt man im September-Oktober. Legen Sie die
klauenförmigen Wurzelknollen am Abend vorher in lauwarmes Wasser.
Am nächsten Tag breiten Sie die Knollen so gut wie
möglich
in den etwa 10 cm tiefen Pflanzlöchern aus und bedecken sie mit
Kompost.
Der Pflanzabstand beträgt 15 cm. Die ersten Blätter werden
erst
im nächsten Frühjahr erscheinen. Bedecken Sie die Ranunkeln, die
Sie in den Garten gepflanzt haben, im ersten Winter unbedingt mit einer
dicken Laubschicht.
Zur selben Zeit können Sie Ranunkeln auch in Töpfe pflanzen
(Durchmesser
15 cm). Verwenden Sie leicht saure Geranienerde. Die Töpfe bleiben
den
Winter über im Freien.
Pflegemaßnahmen
Sobald sich die ersten Blüten zeigen, geben Sie einmal pro Woche
Blühpflanzendünger
ans Gießwasser (auch bei den Ranunkeln im Garten). Gegossen wird,
bis
sich das Laub gelb färbt.
Markieren Sie
den Standort Ihrer
Ranunkeln mit einem Hölzchen, denn im Herbst zieht
das Laub vollständig ein.
Sortenempfehlungen
Ranunkeln gibt es in allen Farben außer Blau. Zu den
schönsten
Sorten gehören 'Bloomingdale' F1-Hybriden (25 cm) Topfsorte,
'Victoria'
F1-Hybriden (60 cm) Schnittsorte.
(Copyright
Gondrom
2005)
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Uffe
Ravnskov
Mythos
Cholesterin
Die
größten
Irrtümer
S.
Hirzel Verlag 2008
ISBN
3-7776-1181-6
|
Auszug
(S. 60 f.):
Cholesterin
in der Nahrung
Seit Jahren wird uns
gepredigt, wir sollten weniger cholesterinreiche
Lebensmittel essen, weil das Cholesterin in der Nahrung die
Cholesterinspiegel
im Blut steigen lässt, und wenn das Cholesterin im Blut hoch ist,
droht der Infarkt. Wenden wir uns den vermeintlichen "Opfern" einer
übermäßigen
Cholesterinzufuhr zu. Sie sind ideale Versuchspersonen zur
Überprüfung
der These. Stimmt sie, müssen sie mehr Cholesterin gegessen haben
als Menschen ohne Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit. Die
Forschungsergebnisse
sagen jedoch etwas anderes. Tabelle 8 enthält die Daten von
Studien,
die den Cholesterinverzehr von gesunden Menschen mit dem von
KHK-Patienten
verglichen.
Wie Sie ohne Weiteres erkennen können, gibt es keine
größeren
Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. In manchen Studien hatten die
KHK-Patienten ein wenig mehr Cholesterin gegessen als die
Kontrollpersonen,
aber in ebenso vielen war es genau umgekehrt. Wenn man alle Studien
zusammen
betrachtet, hatten die Patienten mit koronarer Herzkrankheit im Schnitt
508 mg Cholesterin pro Tag zu sich genommen, also weniger als die
Kontrollpersonen.
Deren durchschnittlicher Cholesterinkonsum lag nämlich bei 518 mg.
Wenn die Fett-und-Cholesterin-Theorie zuträfe, müsste aber
der
Cholesterinverzehr der KHK-Patienten signifikant höher sein als
der
der Vergleichspersonen. War er aber nicht. [...]
Unterm Strich
Die vielen Studien,
die durchgeführt wurden, um die Fett-und-Cholesterin-Theorie
zu testen, zeigten lediglich eine schwache Korrelation zwischen der
koronaren
Herzkrankheit in verschiedenen Ländern und dem dort
verfügbaren
Nahrungsfett. Aber es gibt keinen Unterschied zwischen dem Fettkonsum
von
gesunden Menschen und KHK-Patienten. Aus diesem Grund kann der
untersuchte
Faktor, das Fett, nicht die Ursache der Erkrankung sein.
(Copyright
S. Hirzel Verlag
2008)
|
Tom
Shachtman
Minusgrade
- Auf
der Suche
nach dem absoluten
Nullpunkt
Rowohlt
TB Verlag 2001
ISBN
3-499-61118-X
|
Auszug (S. 50 f.):
Krieg
der Thermometer
Die
wissenschaftshistorische Kurzversion
lautet: In einem Geniestreich erfand Galileo 1592 das Thermometer. Die
wahre Geschichte ist allerdings etwas komplizierter. Zu jener Zeit war
in Norditalien gerade eine wundersame, J-förmig gebogene
Röhre
in aller Munde. In dieser am einen Ende geschlossen und mit Wasser
gefüllten
Röhre stieg und fiel das Wasser im Laufe des Tages wie bei den
Gezeiten,
und man vermutete den Mond als Ursache der Bewegung. Scherzo,
ein
Trick, schäumte Galileo und nahm sich vor zu zeigen, was das
Wasser
wirklich bewegte - steigende bzw. fallende Temperaturen. Er füllte
eine Glasflasche mit einem dünnen Hals zur Hälfte mit
gefärbtem
Wasser und hängte sie umgekehrt in eine ebenfalls mit
gefärbtem
Wasser gefüllte Schüssel. Stieg die Temperatur, dehnte sich
die
Luft in der Flasche aus, fiel die Temperatur, zog sie sich zusammen:
Dadurch
bewegte sich die Wassersäule im Flaschenhals nach unten oder nach
oben.
Galileos
Gerät war kein Thermometer,
sondern ein Thermoskop. Es zeigte zwar Wärme an, besaß aber
keine Skala, auf der man die relative Wärme ablesen konnte.
Außerdem
hat Galileo dieses Thermoskop vermutlich nicht erfunden, sondern nur
ein
Gerät von Santorio, einem Kollegen und Professor für Medizin
in Padua, für seine Zwecke umfunktioniert. Die beiden versuchten
damals
ein Experiment nachzuvollziehen, das Heron von Alexandria im 1.
Jahrhundert
v. Chr. durchgeführt hatte, das allerdings seinerseits an eine
Arbeit
von Philon von Byzanz aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. angelehnt war. Es
gibt Dokumente, aus denen hervorgeht, dass Galileo 1589 die
italienische
Übersetzung von Herons Pneumatika gelesen hatte .
Auf dem Gebiet
von Kälte und
Hitze gab es noch viel zu entdecken, und wie Bacon es formulierte: „Es
wäre im höchsten Maße töricht - und
fahrlässig
- zu glauben, dass Dinge, die bis dato nicht getan wurden, ohne Mittel
zu bewerkstelligen wären, die bis dato niemand versuchte.“ In der
Geschichte der Kälte hatten der Magier wie der Naturphilosoph und
der beharrliche Experimentator ihren Auftritt. Jetzt war die Zeit des
Werkzeugmachers
gekommen, um die Mittel an die Hand zu geben, „die bis dato niemand
versuchte“
- Geräte, die es den Möchtegernerforschern der extremen
Temperaturen
erlauben sollten, weiter vorzudringen, viel dazuzulernen und Dinge zu
bewerkstelligen,
„die bis dato niemand getan hatte“.
(Copyright
Rowohlt Taschenbuch
Verlag 2001)
|
Paul
Wilson
Ruhe.
Blitzschnell entspannt
100
Tricks und Techniken
Rowohlt
TB Verlag 2010
ISBN
3-499-60533-3
|
Auszug (S. 123f.):
Die
So-tun-als-ob-Technik
[...] Das
Unterbewußtsein muß dazu verführt
werden, so zu reagieren, wie man möchte. Dieser
Verführungsprozeß ist die Grundlage jeder Konditionierung,
Hypnose, Beziehungs- und Gewohnheitsbildung. Damit es funktioniert,
müssen die Vorstellungen, die Sie verankern wollen, auf die Phantasie und nicht auf den
Verstand abzielen.
Genug der Theorie. Eines der wirksamsten Mittel, um das
Unterbewußtsein zu beeinflussen, beherrschten Sie bereits im
zarten Kindesalter. Diese Technik ließ Sie den Alltagsärger
vergessen und brachte Sie mit einem Wimpernschlag in
Märchenschlösser oder ferne Galaxien: Es ist das
"So-tun-als-ob".
So-tun-als-ob ist ein sehr guter Weg, um das Unterbewußtsein zu
erreichen, da es kreativ, spielerisch und voller unrealistischer Bilder
ist. [...]
Und nun zur Technik:
Tun Sie einfach so, als
ob Sie sich so fühlten. Tun Sie
so, als ob Sie sich so verhalten würden, als wären Sie
ruhig, entspannt und ohne Sorgen. Tun
Sie so, als ob Sie diese und ähnliche Situationen im Griff
hätten. Tun Sie so, als
ob dieses Gefühl der Ruhe überhaupt nichts
Ungewöhnliches wäre.
Und das allerwichtigste ist: Tun Sie
so, als ob alle anderen dächten, daß Sie immer so seien.
Machen Sie es genau so und mit voller Überzeugung, dann werden Sie
es mit Sicherheit in kürzester Zeit selbst glauben.
(Copyright
Rowohlt Taschenbuch
Verlag 2010)
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