Lektorierte Bücher - Beispiele

 


Titelbild Ida

Colin Tudge
Missing Link - Ida und die Anfänge der Menschheit
(übersetzt von Sebastian Vogel)
Piper 2009
(ISBN 978-3-492-05371-6)




Textauszug (S. 245 f.):

Echte Übergangsformen - fehlende Bindeglieder, die nicht mehr fehlen - sind sehr selten, sehr kostbar und hoch geschätzt. Überzeugend sind sie nur dann, wenn sie Merkmale des mutmaßlichen Vorfahren und des mutmaßlichen Nachkommen in sich vereinigen. Sie dürfen nicht allzu spezialisiert sein und keine besonderen Merkmale besitzen, die bei den Nachkommen nicht vorhanden sind. Zu primitiv dürfen sie aber auch nicht sein, das heißt, sie dürfen nicht nur Merkmale besitzen, die außer bei dem mutmaßlichen Nachkommen auch bei allen nur entfernt verwandten Tieren vorhanden sind. Ein Fossil, das solche Erkenntnisse liefert, muss von wahrhaft hoher Qualität sein ... Ida erfüllt aber offenbar alle erforderlichen Voraussetzungen. Sie ist von außergewöhnlich guter Qualität und zeigt einen großen Teil dessen, was wir wissen müssen. Außerdem scheint sie tatsächlich eine Übergangsform zu sein, die zwischen einem der älteren Typen und den echten Affen steht. Das war der Grund, warum sie solche Begeisterung auslöste.

(Copyright Piper 2009)


Titelbild Kinder

Dr. med. D. Reinhardt, Dr. med. G. Reinhardt
Kinderkrankheiten - Der große Eltern-Ratgeber
Hirzel 2009
(ISBN 978-3-7776-1625-4)



Aus dem Vorwort (S. 27):

Für Eltern ist es wichtig, über die normalen Abläufe in der körperlichen und geistigen Entwicklung eines Kindes Bescheid zu wissen. Diese Kenntnisse sind beispielsweise Voraussetzung für Pflege und Ernährung des Säuglings und Kleinkindes, für die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und Impfprogrammen beim Kinderarzt sowie für eine altersgerechte, liebevolle Erziehung. Neben Erbfaktoren und Umwelteinflüssen in der Kindheit bestimmen nicht zuletzt frühkindliche Erlebnisse und Erfahrungen, auch wenn sie sich häufig der Erinnerung entziehen, die Handlungs- und Verhaltenswelt des Erwachsenen.

Der vorliegende Ratgeber ist nicht als "Kinderheilkunde-Lehrbuch" für Eltern gedacht. Er soll aber kundige Hilfe beim Umgang mit dem gesunden und dem kranken Kind bieten - mit der Möglichkeit, sich einerseits schnell zu informieren, andererseits auch in Ruhe nachzulesen.

(Copyright Hirzel 2009)



Titelbild Evolution


J. Zrzavy,  D. Storch, S. Mihulka
Evolution - Ein Lese-Lehrbuch

Dt. Ausgabe hrsg. von
H. Burda und Sabine Begall
Spektrum Akademischer Verlag 2009
(ISBN 978-3-8274-1975-0)


Textauszug (S. 13 f.):

Darwins Erklärung der Entstehung der zweckmäßigen Eigenschaften ist also einfach und irgendwie selbstverständlich: Die zweckmäßigen Eigenschaften se-hen wir deshalb um uns herum, weil die unzweckmäßigen nicht erhalten blieben. Es ist erstaunlich, dass der Darwinismus erst so spät aufkam. Außer Darwins unbestrittener Genialität kann hier noch ein anderer Grund angeführt werden. Erst die Welt, in die Darwin hineingeboren wurde, die Welt des wilden Liberal-kapitalismus an der Wende des 18./19. Jahrhunderts, ermöglichte es, einige of-fenkundige Erscheinungen näher zu betrachten und sich ihrer Bedeutung be-wusst zu werden. Jeder Gärtner, der ein Beet jätet, ist mit den grundlegenden Prinzipien des Darwinismus konfrontiert: Auf einem Beet gibt es mehr junge Pflanzen, als dort stehen können, nachdem sie ausgewachsen sind; verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche Eigenschaften, und daher haben sie auch unter-schiedliche Chancen, in der Zukunft erfolgreich zu sein (zum Beispiel „erfolg-reich“ hinsichtlich der Menge und Qualität der Früchte, die sie produzieren). Und so unterscheiden sich auch ihre Überlebenschancen, wobei jeder Gärtner glaubt, dass die ausgewählten Pflanzen ihre guten Eigenschaften an ihre Nach-kommenschaft übertragen werden. Natürlich sind auch die Antike, das europäi-sche Mittelalter oder die traditionelle chinesische Gesellschaft dem Prinzip von Fortpflanzung, Erblichkeit und Auslese begegnet, auf dem Darwin seine Vor-stellung der Welt gebaut hat. Allerdings dachte man damals anders, und nie-mand wusste diese Erscheinungen richtig einzuordnen; vielleicht hat man sie als Trivialitäten aus dem Leben von Gärtnern und Taubenzüchtern abgetan, nicht jedoch als Säulen, auf denen die Geschichte der Welt steht, erkannt. Wissen-schaftliche Wahrheiten entdecken Menschen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Doch eins muss man stets im Auge behalten: Auch das Bild von der Welt, das die heutige Version des Darwinismus zeichnet, ist sicher in irgendei-ner Weise von der Welt beeinflusst, in der die heutigen Darwinisten leben. In ein paar Jahrhunderten (also mit entsprechendem zeitlichem Abstand betrachtet) werden wir bestimmt erkennen, worin diese Beeinflussung lag.

(Copyright Spektrum Akademischer Verlag 2009)





Titelbild Ekman

Dalai Lama, Paul Ekman
Gefühl und Mitgefühl - Emotionale Achtsamkeit
und der Weg zum seelischen Gleichgewicht
(übersetzt von Matthias Reiss)
Spektrum Akademischer Verlag 2009
(ISBN 978-3-8274-2117-3)



Textauszug (S. 207):

Ekman:
Lassen Sie uns auf unsere Diskussion zum Mitgefühl zurückkommen. Ist die Meditation zur liebevollen Güte die zentrale Meditationsübung, um diesen Geisteszustand zu entwickeln?

Dalai Lama (t): Liebevolle Güte wird in der buddhistischen Literatur im doppelten Sinne verwendet. Zum einen handelt es sich um eine der beiden Seiten der Medaille „Mitgefühl“. Mitgefühl hat einen stärkeren Fokus auf das Leiden des anderen, auf den Wunsch, die anderen vom Leiden befreit zu sehen. Liebevolle Güte konzentriert sich auf Glück, auf den Wunsch, dass die anderen glücklich sind. Bei Mitgefühl und liebevoller Güte gibt es keine Abfolge; in gewisser Hinsicht entstehen sie zusammen. Wenn Sie den Wunsch haben, dass andere vom Leiden befreit werden, kommt der Wunsch, dass die anderen ihr Glück genießen, ganz nebenbei.

Entscheidender für die Praxis des Mitgefühls ist die andere Bedeutung von liebevoller Güte. Sie wird als Gefühl der Verbundenheit übersetzt, als Gefühl der liebevollen Zuneigung zu anderen; hier ist der Grundgedanke, einen Geisteszustand zu fördern, der für Sie den Anblick, dass die anderen leiden, unerträglich macht. Seine Förderung ist das entscheidende Element des Mitgefühls. Man sagt: Je stärker dieses Gefühl der Verbundenheit ist, desto stärker ist das Gefühl der Unerträglichkeit, wenn Sie sehen, dass andere leiden.

Ekman: Es ist unerträglich für Sie?
Jinpa: Unerträglich, ja.

 
(Copyright Spektrum Akademischer Verlag 2009)




Titelbild Tweed

Ursula Buchan
Als die Gärtner Tweed trugen.
Valerie Finnis und der englische Gartenadel
(übersetzt von Dörte Fuchs und Jutta Orth)
Gerstenberg 2009
(ISBN 978-3-8369-2994-3)


Buchrückseite:

Fast dreißig Jahre lang unterrichtete Valerie Finnis, eine charismatische Lehrerin, an der Waterperry Horticultural School for Women bei Oxford. ... Anfang der 1950er Jahre schenkte ihr Wilhelm Schacht, Kurator am Botanischen Garten München-Nymphenburg, eine alte Rolleiflex, mit der sie vierzig Jahre lang fotografierte.

Als eine der ersten Frauen, die sich auf Pflanzen- und Gartenfototgrafie spezialisierten, holte sie vilele Ikonen der Gartenwelt vor ihre Linse: Lady Rhoda Birley, in Schals gehüllt, bei der Pflege ihrer Rabatten in Chalrston, Vita Sackville-West vor einem Torbogen in Sissinghurst, den Maler Cedrick Morris zwischen seinen Iris in Benton End,  Suffolk, Nancy Lancaster im modischen Jäckchen beim Qäsern ihrer Blumen in Haseley Court.

(Copyright Gerstenberg 2009)



Titelbild NMU


Dr. med. Maximilian Ledochowski
Wegweiser Nahrungsmittelintoleranzen
Wie Sie Ihre Unverträglichkeiten erkennen
und gut damit leben
Trias 2009
(ISBN 978-3-8304-3474-0)


Textauszug (S. 23):


Noch vor 50 Jahren wurden kaum Fertigprodukte verwendet. Heute ist es fast nicht mehr möglich, eine Mahlzeit zuzubereiten, ohne ein Päckchen oder eine Dose zu öffnen und ein Fertigprodukt zumindest als „Kochhilfe“ zu verwenden. In den meisten dieser Produkte sind aber Laktose, Milcheiweiß, Magermilchpulver, Soja oder Glutamat (Geschmacksverstärker) enthalten. In vielen Getränken und Konserven dient Fruchtzucker als Süßungsmittel. Wer eine Unverträglichkeit gegen Laktose, Milcheiweiß, Soja, Fruktose, Glutamat oder Histamin hat, bekommt nach dem Verzehr solcher Produkte „unerklärliche“ Beschwerden. Während beim Vorliegen von Allergien schon der einmalige Konsum ausreicht, um Beschwerden hervorzurufen (z. B. bei Milcheiweiß- oder Sojaallergie), treten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Beschwerden meist erst bei häufigem Konsum auf (z. B. Laktose- oder Fruktoseintoleranz).
Wie das Beispiel der Fruktose in Äpfeln zeigt, bereiten unter Umständen selbst in bester Absicht erfolgte Neuzüchtungen von Nahrungspflanzen Probleme. Das gilt auch für den Weizenkleber (Gluten), dessen Gehalt im Brot in den letzten Jahrzehnten um ein Mehrfaches zugenommen hat – und mit ihm die Zahl der Menschen, die unter Glutenunverträglichkeit leiden, ohne zu ahnen, warum es ihnen nicht gut geht. Und schließlich haben wir von allen Nahrungsmitteln mehr zu essen, als es jemals in der Geschichte der Menschheit der Fall gewesen ist. Der berühmte Arzt Paracelsus sagte „Die Dosis macht das Gift“, aber wir nehmen heute nicht nur zahlreiche neue Substanzen über die Nahrung auf (deren Wirkung auf unseren Körper wir meistens gar nicht kennen), sondern auch immer größere Mengen.


(Copyright Trias 2009)





Titelbild Dawkins


Richard Dawkins

Geschichten vom Ursprung des Lebens.
Eine Zeitreise auf Darwins Spuren
(übersetzt von Sebastian Vogel)
Ullstein 2008
ISBN 978-3-550-08748-6


Textauszug (S. 339f.):

Der Schnabel der Schnabeltiere mag komisch aussehen, zumal seine Ähnlichkeit mit einem Entenschnabel dadurch verstärkt wird, dass er relativ groß ist, und außerdem wirkt ein Schnabel schon von sich aus in gewisser Weise lächerlich – vielleicht weil er uns an Donald Duck erinnert. Aber mit Humor wird man diesem großartigen Apparat nicht gerecht. Wenn man schon an ein unpassend verpflanztes Teil denken will, sollte man die Enten ganz schnell vergessen. Ein aufschlussreicherer Vergleichsgegenstand ist die zusätzliche Nase, die den Nimrod-Aufklärungs- flugzeugen aufgepflanzt wurde. Das amerikanische Gegenstück heißt AWACS - es ist bekannter, eignet sich für meinen Vergleich aber weniger gut, weil sich das „aufgepflanzte“ Teil bei den AWACS-Maschinen nicht wie ein Schnabel am Bug, sondern oben auf dem Rumpf befindet.

Entscheidend ist, dass es sich beim Schnabel des Schnabeltiers, anders als bei einer Ente, nicht nur um zwei Kiefer zum Gründeln und Fressen handelt. Diese Funktionen erfüllt er ebenfalls, allerdings ist er nicht verhornt wie ein Entenschnabel, sondern eher gummiähnlich. Viel interessanter ist aber etwas anderes: Der Schnabel des Schnabeltiers ist ein Aufklärungs- instrument, ein AWACS-Organ. Schnabeltiere machen Jagd auf Krebse, Insektenlarven und andere kleine Tiere, die sich im Schlamm am Boden von Wasserläufen verstecken. Augen sind dort keine große Hilfe - das Schnabeltier hält sie fest geschlossen, wenn es auf die Jagd geht. Und das ist noch nicht alles: Es verschließt auch Nasenöffnungen und Ohren. Es sieht die Beute nicht, es hört die Beute nicht, es riecht die Beute nicht, und doch findet es sie mit großer Zielsicherheit: An einem einzigen Tag stöbert es so viele Beutetiere auf, wie der Hälfte seines eigenen Körpergewichts entspricht.

(Copyright Ullstein  2008)


Titelbild Drachen

Mark Norell
Auf der Spur der Drachen
China und das Geheimnis der gefiederten Dinosaurier
(übersetzt von Monika Niehaus-Osterloh)
Spektrum Akademischer Verlag 2007
ISBN 3-8274-1728-7


Textauszug (S. 181):

Da wir nun eine gewisse Vorstellung haben, wie sich Feder entwickelt haben, können wir uns der schwierigeren Frage nach dem „Warum“ zuwenden.

Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: zum Fliegen. Der erste bekannte Dinosaurier, der flugfähig war (einmal abgesehen von dem problematischen Microraptor gui), war Archaeopteryx. Auch wenn nicht alle Paläontologen glauben, dass er die aerodynamischen Fähigkeiten moderner Vögel besaß, würden die meisten der Aussage zustimmen, dass er zumindest kurze Strecken im Schlagflug zurücklegen konnte. Die meisten Stammbäume platzieren gefiederte Dinosaurier in traditionelle Nichtvogel- Dinosauriergruppen, das heißt bei den Dinosauriern außerhalb der Gruppe, die Archaeopteryx enthält. Allgemein wird angenommen, dass gefiederte Nichtvogel- Dinosaurier nicht fliegen konnten. Den meisten wäre Fliegen unmöglich gewesen, weil sie viel zu kurze Arme hatten. Das bedeutet, dass Federn primär keine Anpassung ans Fliegen waren, sondern sich aus einem anderen Grund entwickelt haben. Die beste Erklärung ist, dass sie zunächst als Wärmeisolierung dienten.

(Copyright Spektrum Akademischer Verlag 2007)


Titelbild Shiatsu

Pamela Ferguson
Shiatsu - Gesundheit geben und empfangen
Einfache Übungen für alltägliche Beschwerden
Selbstbehandlung und Partnerübungen
(übersetzt von Ulla Schuler)
Edition ConKom 2006
ISBN 3-00-018285-3

hier bestellen


Textauszug (S. 27):

Bei Kopfschmerzen wirkt Shiatsu am besten als vorbeugende Maßnahme. Die tägliche Selbstbehandlung, verbunden mit (sehr behutsamen) Roll- und Dehnungsübungen, speziell seitlichen Dehnungen, hilft Nacken und Schultern entspannen und läßt die  Energie fließen. Machen Sie sich bewußt, was mit Ihrem Körper geschieht, wenn Sie wütend sind. Achten Sie auf richtige Körperhaltung. Spannungskopfschmerzen entstehen oft aus einer "Schildkröten-Haltung", also vor- und hochgezogene Schultern und zusammengestauchter Nacken, alles nur zu typische Probleme von Leuten, die am Schreibtisch oder am Zeichenbrett  arbeiten.

Versuchen Sie die Übungen, sobald Sie spüren, daß Kopfschmerzen heraufziehen (Migräne, Neuralgie oder anderer Kopfschmerz). Drücken Sie die Punkte, und zählen Sie dabei bis fünf, lassen Sie langsam los, drücken Sie erneut, lassen Sie los. Wiederholhen Sie das mehrere Male. Stoßen Sie nicht, drücken Sie nicht zu heftig. Je langsamer Sie drücken, um so tiefer können Sie ins Gewebe eindringen. Bei einseitigem Schmerz behandeln Sie stets zuerst die Gegenseite.

 (Copyright Edition ConKom  2006)





Esst endlich normal!

Udo Pollmer
Esst endlich normal!

Wie die Schlankheitsdiktatur die Dünnen dick
und die Dicken krank macht

Piper 2005
ISBN 3-492-04791-2





Textauszug (S. 215f.):

Je konsequenter die Anleitung zu kontrolliertem Essen, desto eher verlernen die Kinder, was Hunger und Sattsein ist, und desto dicker werden sie, so das Resultat einschlägiger Studien (18-21). Mit Ernährungsprotokollen und Fettpolster-Warnhinweisen erreicht man genau das, was man angeblich vermeiden will. Die innere Regulation gerät aus dem Tritt, Seele und Körper begehren gegen diese dreiste Art der Bevormundung auf, steuern gegen, und das Kind wird vorsorglich dick. Prävention nach den Gesetzen der Biologie.

Heute kann sogar die Wissenschaft bestätigen, was jede Mutter auch ohne Fachlektüre weiß: Je mehr man begehrte Speisen verwehrt, desto häufiger werden sie verlangt und desto mehr essen die Kinder davon, wenn sie ihrer habhaft werden (22). Was weniger bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, daß Kinder, die von ihren Müttern zum Essen gedrängt werden, „damit sie groß und stark werden“, eine geringere Gewichtszunahme zeigen als Kinder, die einfach mit Essen aufhören dürfen, wann sie wollen. Mütter, die versuchen, das Essen zu beschränken, die Eßverbote für fette oder süße Speisen aussprechen, bewirken dafür eine um so schnellere Gewichtszunahme (18). Ein Nebenbefund dieser Studie sollte gleichermaßen zu denken geben: Es gab keinen Zusammenhang zwischen Fettaufnahme und Gewicht.

Je mehr die Mütter über den Teller ihrer Sprößlinge wachen, je früher der Satz fällt „Kind, das reicht jetzt“, desto schneller fangen beispielsweise fünf- bis neunjährige Mädchen an, ohne Hunger zu essen (19). Allein der Versuch, Kinder am „Überfressen“ zu hindern, begünstigt Gewichtszunahmen. Das ist der Unterschied zwischen Kopf und Bauch. Beide arbeiten sie mit Logik – es ist nur jeweils eine andere. Die ministeriellen Empfehlungen mögen ja gut gemeint sein, führen jedoch absehbar dazu, aus gesunden Kindern übergewichtige oder gar eßgestörte Jugendliche zu machen.

 (Copyright Piper 2005)



Handbuch Nahrungspflanzen

Ben-Erik van Wyk
Handbuch der Nahrungspflanzen
(übersetzt von Friedel Hermann)
Wissenschaftl. Verlagsges. Stuttgart 2005
(ISBN  3-8047-2246-6)

aus dem Vorwort:

Genau wie sein Gegenstück, das „Handbuch der Arzneipflanzen“ (Erstausgabe 2004), soll dieses Buch dem Leser einen breit gefächerten Überblick geben, mit farbig bebilderten, kurzen und wissenschaftlich exakten Texten – in diesem Fall für die meisten der kommerziell bedeutenden Nahrungs- und Gewürzpflanzen der Welt. Jede der 354 Pflanzen wird kurz mit den wichtigsten Informationen zu Herkunft und Geschichte, verwendeten Teilen, Anbau, kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten und Nährwerten vorgestellt. Die Pflanzen sind alphabetisch nach ihrem wissenschaftlichen Namen angeordnet, aber die Trivialnamen werden in mehreren Sprachen angegeben. Um das Buch für Nichtbotaniker benutzerfreundlich zu machen, werden die Pflanzen in der Einleitung in den verschiedenen Kategorien (Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Früchte, Gemüse, Kräuter, Zucker- und Stärkelieferanten, Pflanzen für Getränke und Gewürzpflanzen) mit ihren Trivialnamen und den wissenschaftlichen Namen aufgeführt. Es gibt auch einen Überblick über die verschiedenen Nährstoffe, die in Pflanzen enthalten sind und ihre Bedeutung für Gesundheit und Ernährung, sowie ein Glossar mit Fachbegriffen und eine Liste wichtiger, weiterführender Literatur. Das umfangreiche Register wird es dem Leser hoffentlich ermöglichen, eine gesuchte Pflanze oder Information rasch zu finden.   

(Copyright WVG 2005


Titelbild Kinderbrockhaus 

Der Kinder-Brockhaus Tiere
mit Texten von Marcus Würmli

und Illustrationen von Werner Ring

F.A. Brockhaus, 2002
ISBN 3-7653-3011-6

aus dem Klappentext:

In detailreichen Einzeldarstellungen zeigt der "Kinder Brockhaus Tiere" über 450 Tiere in insgesamt 23 verschiedenen Lebensräumen. Ob heimische Tiere in unserem Garten oder exotische Lebewesen im asiatischen Regenwald - dieses Lexikon gibt einen umfassenden Überblick über die Tiere auf unserer Erde ... Ein Nachschlagewerk, das Kinder ab 8 Jahren lange Zeit begleitet.


Textbeispiel (S.121):

Wasseramsel Man muss schon genau hinschauen, um die Wasseramsel überhaupt zu entdecken. Der kleine Vogel mit dem schokoladenbraunen Gefieder steht gerne auf einem großen Stein mitten in Bächen und Flüssen und wippt mit dem kurzen Schwanz. Dann ist er plötzlich im Wasser verschwunden. Er läuft auf dem Bachgrund, dreht hier und da einen Stein um und fängt Insekten. Die Wasseramsel kann auch unter Wasser schwimmen, wobei sie ihre Flügel wie Flossen benutzt. Nach spätestens 30 Sekunden taucht sie an ganz anderer Stelle wieder auf. Nass wird sie auf ihren Tauchgängen nicht, da sie ihr Gefieder mit dem Sekret der Bürzeldrüse einfettet und es so Wasser abstoßend macht. Wasseramseln bauen in Spalten oder unter Brücken kugelförmige Nester und ziehen dort durchschnittlich fünf Jungtiere groß.

(Copyright Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG 2002)



  
Titelbild Meme

Susan Blackmore
Die Macht der Meme oder
die Evolution von Kultur und Geist
(übersetzt von Monika Niehaus-Osterloh)
Spektrum Akademischer Verlag, 2000
ISBN 3-8274-1002-9



Die FAZ meint: "Ein aufs Ganze gehendes Buch."

aus dem Klappentext:

Das Manifest der Mem-Theorie

Wir Menschen sind erstaunliche Wesen. Unsere Körper sind in der Evolution - genau wie die aller Tiere - durch natürliche Selektion entstanden, und doch unterscheiden wir uns von sämtlichen anderen Geschöfpfen in vielfältiger Weise. Wir nutzen Sprache zur Kommunikation. Wir führen Kriege, glauben an Religionen, bestatten unsere Toten und sind bei Sex-Themen peinlich berührt. Wir sehen fern, fahren Auto und essen Eis. Warum sind wir so anders? Als einzige Vertreter unter den Tieren verfügen Menschen über eine ausgeprägte Fähigkeit, andere zu imitieren, und so können wir Ideen, Angewohnheiten, Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Erfindungen, Lieder und Geschichten voneinander kopieren. All das sind Meme - Einheiten, die ähnlich wie Gene danach „streben“, sich zu verbreiten und zu vermehren. Meme wetteifern darum, in so viele Gehirne wie möglich zu gelangen und sich dort zu behaupten, und diese Konkurrenz der Meme hat unseren Geist und unsere Kultur geformt, so wie die natürliche Selektion unsere Körper modelliert hat. Wir Menschen sind, wozu die Meme uns gemacht haben: Wir sind allesamt Mem-Maschinen.

Susan Blackmores neues Buch stellt die Mem-Theorie oder Memetik erstmals einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland vor. Es regt zum Nachdenken an und provoziert. Was kann die Mem-Theorie uns wirklich über die Evolution des menschlichen Gehirns und die Entwicklung der menschlichen Kultur verraten? Was haben aktuelle Ohrwürmer und Modewellen mit bedeutenden Erfindungen und Weltanschauungen gemein? Welche Rolle spielen Meme für das menschliche Bewusstsein? Ist der freie Wille eine Illusion?

Die Debatte um die Bedeutung der Meme ist eröffnet.

(Copyright Spektrum Akademischer Verlag 2000)

  

Titelbild Regenbogen

Richard Dawkins
Der entzauberte Regenbogen
Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie
(übersetzt von Sebastian Vogel)
Rowohlt Verlag 2000
ISBN 3-498-01312-2

 

Das Gehirn ist eine drei Pfund schwere Masse, die man in der Hand halten kann, aber es kann sich ein Universum vorstellen, das hundert Milliarden Lichtjahre misst.  Marian C. Diamond

Klappentext:

Als Newton das Phänomen des Regenbogens mit der Zerlegung des Sonnenlichts in seine Spektralfarben erklärte, warf man ihm vor, er habe mit seiner schnöden Wissenschaft die Poesie dieses Naturschauspiels zerstört. Als Richard Dawkins behauptete, egoistische Gene benutzen die Körper der Lebewesen als Mittel zur eigenen Vervielfältigung, musste er sich anhören, die Wissenschaft nehme dem Leben die Wärme, die es erst lebenswert mache. Dieser absurde Vorwurf und die hartnäckigen Vorbehalte gegen die Naturwissenschaften waren für ihn der Anlass, sich der Poesie der Wissenschaft zu widmen.
Richard Dawkins beweist mit diesem Buch, dass Wissenschaft alles andere als kalt, trocken und langweilig ist. Das Gefühl des Staunens über die Natur verliert sich keineswegs, wenn man versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Ohne die scheinbare Entzauberung des Regenbogens wüssten wir heute sehr viel weniger über den Kosmos. Die Strichcodes der Sterne enthüllen bereitwillig ihre Geheimnisse, wenn wir sie zu lesen verstehen. Mit gepixelter Krakenhaut, abergläubischen Tauben, gefräßigen Raupenkindern und anderen Beispielen aus der virtuellen Welt im Kopf und den genetischen Archiven macht Dawkins deutlich, wie wunderbar die Dinge sind, gerade weil wir um sie wissen. Zugleich tritt er an, den falschen Romantizismus zu entlarven: Hart geht er mit denen ins Gericht, die den Trend zum Mystischen ausnutzen, um damit Geschäfte zu machen. Richtig verstanden, lassen Naturwissenschaften durchaus Raum für Poesie: Richard Dawkins plädiert für die Verwendung schöpferischer Analogien und Metaphern, die unsere Phantasie anregen, Bilder und Assoziationen wecken und über die reine Notwendigkeit des Verstehens hinausgehen.

(Copyright Rowohlt Verlag 2000) 


Titelbild Die Hand


Marco Wehr, Martin Weinmann (Hg.)

Die Hand - Werkzeug des Geistes
Spektrum Akademischer Verlag, 1999 
ISBN 3-8274-0292-1


aus dem Klappentext:

In diesem Buch berichten Fachleute unterschiedlichster Provenienz von Fingern und Händen, vom Fühlen und Handeln, von Schrift und Sprache, von Evolution und Kulturgeschichte, von Linkshändern und Handlesern - und vielem mehr. Ein Blick in die Stammesgeschichte des Menschen lehrt uns, daß die biologische Entwicklung einer Greifhand und, damit einhergehend, die gekoppelte Entwicklung von Hand und Hirn geradezu die Basis unserer Kultur bilden - ob es nun um die Entwicklung der Zahlen, um musikalische Virtuosität, um Handwerkskunst oder Philosophie geht. Nirgendwo wird die untrennbare Verknüpfung von Körper und Geist sichtbarer. 

Biologie, Medizin und Kultur reichen sich in diesem brückenschlagenden Buch die Hände, und durch das handfeste Wissen, das es vermittelt, wird die Faszination für das "Werkzeug des Geistes" nur noch größer.

(Copyright Spektrum Akademischer Verlag 1999)



Titelbild 5 Elemente

Pamela Ferguson
Lebensfreude und Harmonie
durch die Kraft der 5 Elemente
(übersetzt von Ulla Schuler)
TRIAS Verlag, 1999 (vergriffen)
ISBN 3-89373-482-1



aus dem Vorwort:

Dieses Buch möchte Ihnen die Wurzeln einer der ältesten Medizin-Philosophien der Welt nahebringen - das System der Fünf Elemente, das im Menschen einen Mikrokosmos innerhalb des Universums sieht. Verschiedene Varianten dieses Themas finden sich in vielen Kulturen des Ostens und des Westens. Die Fünf- Elemente-Lehre bildet den Kern unserer westlichen Ausbildung in fernöstlicher Medizin [die Autorin ist Shiatsu-Therapeutin]. Wir lernen dabei, uns und unsere Patienten nach den zyklischen Zusammenhängen der Elemente - Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser - und den jeweils entsprechenden Jahreszeiten - Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst und Winter - zu diagnostizieren.

Ein System, bei dem das Heilen uns und unsere Umwelt einbezieht, hat etwas sehr Beruhigendes. In einem höheren mystischen Sinn wird Gesundheit zum Ausdruck der Harmonie zwischen Mensch und Kosmos. Auf der praktischen Ebene stellt Gesundheit einen Balanceakt zwischen Ihren Körpervorgängen und Ihrer Umgebung dar; er ermöglicht Ihnen einen unverstellten Blick auf die Zusammenhänge zwischen dem Kommen und Gehen der Jahreszeiten und Ihrem  Körper, Ihren Stimmungen, den klimatischen Bedingungen, Nahrungsmitteln, Ihrem Zuhause, den Farben, Bräuchen und vielem mehr.


(Copyright Georg Thieme Verlag 1999)


 
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